ich kam über eine Suchmaschine zu diesem Forum, nachdem ich mir vorgenommen habe, wieder richtig fit zu werden. Die Themen hier sagen mir sehr zu, Kompliment an die Forumsadministration und Moderation, sowie an die Schreiber.
Ich bin 29 Jahre alt, war das erste Mal in einem Studio als ich 15 war, nachdem mich ein Klassenkamerad mitschleifte. Dafür bin ich ihm im Nachhinein sehr dankbar.
Mein Trainingspensum danach gestaltete sich sehr wechselhaft, was von der Arbeit bzw. Schule und Freundinnen/Privatinteressen abhing. Insgesamt war ich aber recht regelmäßig dabei.
Zeitweise als ich etwa 23 Jahre alt war, ging ich sehr stark in die Hardcore-Richtung über, zu der Zeit jobbte ich auch ein paar Monate in Münchner Studios als Trainer. Mit Steroiden und Medikamenten hatte ich allerdings noch keinen, ok fast keinen Kontakt und das soll so gut wie möglich auch so bleiben. Einzelne Prohormone hatte ich aber ausprobiert und damit jedes Mal Einiges zugelegt, dafür war die Zeit danach dann aber immer nicht so gut. Ich fühlte mich lasch und der Antrieb fehlte.
Vor 5 Jahren wechselte ich völlig zum Ausdauersport über - 20.000 km Fahrrad pro Jahr bei jedem Wetter - die Erfahrung wollte ich im Leben einfach machen, mich reizte das Radfahren schon immer. So war ich etwa 3 Jahre in München Fahrradkurier und heizte so im Schnitt pro Arbeitstag 6000kcal. weg. Krafttraining machte ich am Schluss kaum noch, nur noch Kraftausdauer auf dem Rad.
Vor 1,5 Jahren begann dann eine harte Zeit nach einem Fahrradunfall, durch den ich 25kg Fett zunahm. Der Körper war dermassen auf Fettverbrennung und eine effektive Verwertung der Nährstoffe getrimmt, dass durch den fehlenden Sport dann alles auf die Hüften wanderte und die Motivation fehlte dann einfach. Sowas wollte ich eigentlich immer vermeiden, aber es kam eben doch. Auch finanzielle Schwierigkeiten spielten eine Rolle. Die Hüfte brauchte über ein Jahr zum Ausheilen. In der Zeit hatte ich einfach keine Lust mehr, eine typische Krise eben. Die letzten 1,5 Jahre hatte ich also so gut wie gar nicht trainiert.
Die alte Form ist dahin, aber ich will langsam wieder anfangen und nun wenn möglich mindestens die nächsten 10 Jahre durchtrainieren, aber auch mit Ausdauer verbinden. Inwieweit aus der Kombination Ausdauer <-> Krafttraining dann Bodybuilding wird, kann ich gerade nicht sagen. Ich lass mich durch den Körper lenken, der mir dann schon sagt, welches Verhältnis er am liebsten hat.
Meine derzeitigen 108kg sollen runter auf 95-100kg und dafür wieder dickere Muskeln drauf.
Ich hab letzte Woche das erste Mal wieder im Studio trainiert.
Die benutzten Gewichte sind nun nach der langen Auszeit natürlich erst einmal wieder sehr niedrig.
Ich fang bei Bankdrücken mit 50kg langsam wieder an, dasselbe bei Kniebeugen. Beides will ich wieder auf 100kg steigern und dann sehen ob die Lust da ist, vielleicht noch in die Richtung 150 zu gehen.
Was Ernährung betrifft, hatte ich die ganze letzte Zeit nie eine klare Linie aufgrund meines Experimentierenthusiasmusses.
Ich schwankte hin und her zwischen stark eiweissbetonter und kohlenhydratbetonter Kost, war aber auch einige Jahre stark der Rohkostideologie verfallen - die hatte eben auch ihren Reiz. Als Kurier ernährte ich mich stellenweise auch mit einem sehr hohem Fettanteil - um die 200g Fett pro Tag.
Wie ich es jetzt genau angehe und weiter mache, weiss ich noch nicht.
Ich finde es auf jeden Fall toll, dass man sich hier im Forum viele Anregungen holen kann.
Hier noch ein Oberkörperbild von meiner besten Zeit vor 4 Jahren:
Zu der Form will ich wieder gelangen und vielleicht auch noch toppen. Mal sehen, wie sich das mit der Arbeit und mit dem neuen Alter vereinbaren lässt.
Falls das zufällig jemand erkennen sollte und mich kennt: Hallo!
Schöne Grüße an alle hier im Forum! - Man hört sich.
Markus
