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Ökonomiesystem-Mensch

Ernährung und Nahrungsergänzungen im Bodybuilding:
Whey, Protein, Eiweißpulver, Creatin, Weightgainer und Aminosäuren.
Alle Informationen für Abnehmen, Muskelaufbau und für die Regeneration.

Beitragvon Bombe » Do 6. Sep 01, 21:55

Unser Körper ist ein Ökonomiesystem.
Seine Währung ist nicht Geld, sondern Treibstoff – Brennmaterial –, besonders Glukose oder Blutzucker. Die Reglementierung dieses Brennmaterials ist die erste Priorität des Körpers in puncto Energiehaushalt, da ein zu tiefes Glukoselevel schnell zum Bankrott führt.
So sehr Glukose und Kohlenhydrate als Dickmacher verteufelt werden – für den Körper sind sie das bevorzugte Brennmaterial. Bei hohem Glukoseaufkommen verbrennt er vor allem den Blutzucker und relativ wenig Fett. Umgekehrt verlagert der Körper seine Präferenz, je mehr die Glukosereserven zur Neige gehen. Jetzt verbrennt er weniger Glukose und mehr Fett, um die wenige übrige Glukose für die Gewebe aufzusparen, die sie am dringendsten brauchen.
Ohnehin steht dem Körper egal zu welcher Tageszeit nur relativ wenig Glukose als Brennmaterial zur Verfügung – besonders gemessen an den hohen Körperfettreserven. Auch dünne Menschen besitzen Körperfett. Mit der vorhandenen Glukose muß sparsam umgegangen werden, zumindest solange, bis es gelingt, dem Körper mehr Glukose einzuverleiben. Letzteres geschieht fast immer durch den Verzehr diätetischer Kohlenhydrate in Form von zucker- und/oder stärkehaltigen Nahrungsmitteln.

Im Blutstrom kursiert nur wenig Glukose – normalerweise etwa vier Gramm, was knapp einem Teelöffel entspricht. Selten steigt der Glukosepegel um mehr als einen weiteren halben Teelöffel – also cirka 11/2 bis zwei Gramm – an, und wenn nur für sehr kurze Zeit. Eine Stunde nach Verzehr der Mahlzeit ist die Glukosemenge im Blut meist wieder auf Normalniveau zurückgekehrt. Wie streng die Glukosemenge im Blut kontrolliert wird, ist besonders offensichtlich, wenn man bedenkt, daß eine typische Mahlzeit leicht in 50 bis 150 Gramm oder mehr Glukose resultiert.

Was den weiteren Weg der verzehrten Kohlenhydrate betrifft, so gibt es nur zwei Möglichkeiten:
1 Die aus den Kohlenhydraten
gebildete Glukose wird zu Energie verbrannt.
2 Die Glukose wird in Form von Glykogen eingelagert.
Selbst wenn gesunde Menschen eine große Portion Kohlenhydrate – 480 Gramm – verzehren, wird das meiste davon als Glykogen eingelagert und der Rest verbrannt. Je mehr Kohlenhydrate man verzehrt, umso schneller verbrennt der Körper sie zu Energie und so mehr lagert er mit Hilfe von Insulin hauptsächlich in den Muskelzellen als Glykogen ein. Entgegen der landläufigen Meinung werden die verzehrten Kohlenhydrate in der Regel nicht in Fett umgewandelt. Zum einen weil das ein sehr energieaufwendiger Prozeß ist, zum anderen weil es eine Verschwendung des Top-Brennmaterials Glukose bedeuten würde. Denn wurde die Glukose erst in Fett verwandelt, kann sie nicht mehr zurückverwandelt werden – der Lieblings-Brennstoff des Körpers ist ein für allemal verloren. Vergessen werden sollte auch nicht, daß Glukose für manche Körpergewebe (z.B. das Gehirn) unverzichtbar ist.
Wer Tag für Tag riesige Kohlenhydratmengen verzehrt, muß selbstverständlich damit rechnen, daß seine limitierte Kapazität zur Glykogeneinlagerung irgendwann erschöpft ist und einige dieser Kohlenhydrate in Körperfett verwandelt werden. Warum schließlich sollte der Körper angesichts der Glukose im Überfluß auf die Idee kommen, Fett zu verbrennen? Und im Vergleich zu unserer schier unbegrenzten Fetteinlagerungskapazität ist unsere Kapazität zur Glykogeneinlagerung sehr begrenzt. Doch das ist nicht das wirkliche Problem.
Das wirkliche Problem ist: Wenn Sie mehr Kohlenhydrate verzehren, lagert Ihr Körper mehr Kohlenhydrate ein, und die Glukose verlagert, speziell in Anwesenheit von Insulin, die Präferenz Ihres Körpers zugunsten einer Verbrennung von mehr Glukose. Die Folge: Ihr Körper haut bei den Fettverbrennungsmotoren die Bremse rein. Allein die Bremskraft des Insulins ist enorm: Schon niedrigere Insulinmengen als nach den meisten Mahlzeiten verringern die Fettverbrennung um 50 Prozent.
Der Weg ist das Ziel.Doch wer den Weg nicht geht, wird das Ziel nie erreichenBild
Bombe
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